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Konz nahm beim Bau des Westwalls eine besondere Stellung ein. Bei der Einmündung der Saar in die Mosel sollte ein möglicher Durchbruch eines Feindes im Moseltal verhindert werden. Allein im damaligen Gemeindegebiet wurden 25 Bunker, darunter zwei B-Werke errichtet. Auch auf der gegenüberliegenden Moselseite wurden viele Befestitgungsanlagen erbaut. Eine davon sieht man auf dem letzten Bild der Diaschau oben.

Etwa die Hälfte der Bunkeranlagen wurde im Laufe der Jahre rückstandsfrei abgeräumt. Zumeist standen sie Neubauvorhaben im Weg. Aufgrund ihres ursprünglichen Verwendungszwecks fanden sich jahrzehntelang auch kaum Menschen, die diese als erhaltenswert erachteten und unter Denkmalschutz stehen sie in Rheinland-Pfalz erst seit 2013. Trotz bestehendem Denkmalschutz werden weiter Bunker zerstört, wie beispielsweise ein Bunker an der Mosel zwischen Igel und Trier-Zewen, der dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke im Wege stand.

Alle in Konz erhaltenen Bunker wurden gesprengt und sind bestenfalls als Ruine erhalten. Die am besten erhaltenen Bunker sind unser Museumsbunker, dem nur der originale und mittlerweile wieder in Holzbauweise  rekonstruierte Kampfraum fehlt, sowie sein unmittelbarer Nachbar. Nahezu unzerstört erhalten ist ein für die Versorgung von Bunkern errichtetes Wasserwerk, das sich heute im Gelände des Freilichtmuseums Roscheider Hof befindet. Im Wald unterhalb des Museums befinden sich drei eindrucksvolle Bunkerruinen. Die Ruine eines kleinen Maschinengewehrschartenstandes befindet sich direkt über den höchsten Haus in Konz-Kanet, ein weiterer an der Hangkante zwischen Kanet und Kommlingen und die eindrucksvolle Ruine eines Sanitätsbunkers befindet sich am Waldrand südlich von Konz-Krettnach. Weiter Bunkerreste befinden sich unter "Gebüschinseln" in Weinbergen und unter den hangnahen Waldstücken.

Das B-Werk an der Saarmündung wurde restlos beseitigt. Heute steht dort ein Wohn- und Geschäftshaus mit Bioladen und Pizzeria. Auf den Untergeschossen des B-Werks auf dem Berensborn steht heute ein Einfamilienhaus. Einige Betontrümmer des Obergeschosses liegen auf halber Höhe am Hang zur Saar.